Wieder zu Hause - Resümee unserer Reise "Westafrika 2001 / 2002"

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Beeindruckende Landschaften - Unterschiedliche Lebensweisen - Nervige, manchmal lustige Grenzübertritte - Armut und schlechte hygienische Bedingungen - Warmer Atlantik

Für uns war es im Vergleich zu den zwei bisherigen Touren in der Sahara ein völlig neues Erlebnis mit der Sahelzone und den Tropen neue Gebiete Afrikas kennen zu lernen. Neben den landschaftlichen Schönheiten blieben vor allem auch die vielen Grenzübergänge in Erinnerung - positiv wie negativ. Natürlich war es bei jeder Ein- bzw. Ausreise ein nerviges und langwieriges Prozedere von Formularen ausfüllen, Versicherungen abschließen und Stempel einholen. Oft war auch viel Überzeugungarbeit an den Grenzsoldaten zu leisten, damit überhaupt etwas voranging. Aber wir hatten auch unseren Spaß dabei, z.B. als der Grenzbeamte der Cote d´Ivoire das Stempelkissen mit einer Tasse Kaffee tränkte, oder Georg am Grenzübergang Niger - Burkina Faso das Carnet selbst abstempeln und ausfüllen musste, da der Grenzbeamte weder lesen noch schreiben konnte!

Bedrückend waren war das Erlebnis der Armut. Schwarzafrika ist Mutter mit Baby am Strand in Ghana - ZUR VERGRÖßERUNG BITTE ANKLICKEN!völlig anders als Nordafrika; in der Sahelzone (Niger, Burkina Faso) fehlen einfach die natürlichen Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen Aufschwung (keine Küste, keine Bodenschätze), vor allem im Niger ist die Hoffnungsloskeit der Einwohner extrem bedrückend. Selbst die Botschafter und Entwicklungshelfer in der Sahelzone sagten, dass sie hier zwar versuchen zu helfen, es würde aber absolut nichts vorwärts gehen. Die Bewohner Nordafrikas haben auf unseren Reisen einen insgesamt zufriedeneren, glücklicheren Eindruck hinterlassen. Obwohl auch die Turaeg's in der Sahara keine Reichtümer haben, so versuchen sie doch, sich mit ein paar Ziegen und ein paar Dattelpalmen und ein wenig Mühe eine kleine Existenz aufzubauen.

In den von uns besuchten Ländern Schwarzafrikas fiel uns hingegen auf, dass es durchaus Möglichkeiten für die Bevölkerung gab, mit ein wenig Einsatz die eigene Lage zu verbessern und sich so ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Oft waren die Menschen aber zu keiner noch so kleinen Anstrengung bereit und trotteten so in Armut und Hoffnungslosigkeit dahin. Die Georg vor einer Strohhütte im Niger - ZUR VERGRÖßERUNG BITTE ANKLICKEN!genauen Gründe für diese Passivität blieben uns leider verschlossen.

Als problematisch erwießen sich auch die katatastrophalen hygienischen Bedingungen in Westafrika. In den Großstädten überall Müll, viele Menschen und kein sauberes Wasser. Diesen Umständen musste vor allem Georg mit etlichen gesundheitlichen Rückschlägen Tribut zollen, aber auch hier haben wir bezüglich der Vorsicht bei der Nahrungsaufnahme wieder wertvolle Erfahrungen gewinnen können.

Was uns auf der Reise in die tropischen Gebiete Westafrikas ein wenig abging, waren die Tiere, welche man sich nun mal in Afrika vorstellt: Elephanten, Giraffen, Nashörner, etc. Diese gibt es zwar grundsätzlich in diesen Regionen, aber im Vergleich zu Ostafrika leider nur in sehr begrenzter Anzahl und deshalEselreiter im Sonnenuntergang - ZUR VERGRÖßERUNG BITTE ANKLICKEN!b nur schwer zu begutachten. Auch der eingentliche Urwald ist in Ghana oder der Elfenbeinküste nur noch in geringem Umfang zu finden - eine Folge der jahrzehntelangen Abholzung des Regenwaldes.

Insgesamt war es eine interessante und abwechslungsreiche Abenteuerreise quer durch die Sahara bis fast zum Äquator. Und auch das ist Afrika: Nachdem wir von Accra aus, der Hauptstadt von Ghana, Anfang Februar 2002 mit dem Flugzeug nach Deutschland zurückgekehrt waren, warteten wir fast 3 Monate, bis wir die per Schiff verfrachteten Motorräder inklusive des Gepäcks in unseren Händen hatten! Vielen Dank noch mal für Deinen Telefon-Einsatz, Christine!

Ob es bald wieder eine neue Abenteuerreise nach Afrika gibt? Schaun mer mal ...

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