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Beeindruckende
Landschaften - Unterschiedliche Lebensweisen - Nervige, manchmal lustige
Grenzübertritte - Armut und schlechte hygienische Bedingungen -
Warmer Atlantik
Für
uns war es im Vergleich zu den zwei bisherigen Touren in der Sahara
ein völlig neues
Erlebnis mit der Sahelzone und den Tropen neue Gebiete Afrikas kennen
zu lernen. Neben den landschaftlichen Schönheiten blieben vor allem
auch die vielen Grenzübergänge in Erinnerung - positiv wie
negativ. Natürlich war es bei jeder Ein- bzw. Ausreise ein nerviges
und langwieriges Prozedere von Formularen ausfüllen, Versicherungen
abschließen und Stempel einholen. Oft war auch viel Überzeugungarbeit
an den Grenzsoldaten zu leisten, damit überhaupt etwas voranging.
Aber wir hatten auch unseren Spaß dabei, z.B. als der Grenzbeamte
der Cote d´Ivoire das Stempelkissen mit einer Tasse Kaffee tränkte,
oder Georg am Grenzübergang Niger - Burkina Faso das Carnet selbst
abstempeln und ausfüllen musste, da der Grenzbeamte weder lesen
noch schreiben konnte!
Bedrückend
waren war das Erlebnis der Armut. Schwarzafrika ist völlig
anders als Nordafrika; in der Sahelzone (Niger, Burkina Faso) fehlen
einfach die natürlichen Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen
Aufschwung (keine Küste, keine Bodenschätze), vor allem im
Niger ist die Hoffnungsloskeit der Einwohner extrem bedrückend.
Selbst die Botschafter und Entwicklungshelfer in der Sahelzone sagten,
dass sie hier zwar versuchen zu helfen, es würde aber absolut nichts
vorwärts gehen. Die
Bewohner Nordafrikas haben auf unseren Reisen einen insgesamt zufriedeneren,
glücklicheren Eindruck hinterlassen. Obwohl auch die Turaeg's in
der Sahara keine Reichtümer haben, so versuchen sie doch, sich
mit ein paar Ziegen und ein paar Dattelpalmen und ein wenig Mühe
eine kleine Existenz aufzubauen.
In den
von uns besuchten Ländern Schwarzafrikas fiel uns hingegen auf,
dass es durchaus Möglichkeiten für die Bevölkerung gab,
mit ein wenig Einsatz die eigene Lage zu verbessern und sich so ein
menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Oft waren die Menschen
aber zu keiner noch so kleinen Anstrengung bereit und trotteten so in
Armut und Hoffnungslosigkeit dahin. Die genauen
Gründe für diese Passivität blieben uns leider verschlossen.
Als problematisch
erwießen sich auch die katatastrophalen hygienischen Bedingungen
in Westafrika. In den Großstädten überall Müll,
viele Menschen und kein sauberes Wasser. Diesen Umständen musste
vor allem Georg mit etlichen gesundheitlichen Rückschlägen
Tribut zollen, aber auch hier haben wir bezüglich der Vorsicht
bei der Nahrungsaufnahme wieder wertvolle Erfahrungen gewinnen können.
Was uns
auf der Reise in die tropischen Gebiete Westafrikas ein wenig abging,
waren die Tiere, welche man sich nun mal in Afrika vorstellt: Elephanten,
Giraffen, Nashörner, etc. Diese gibt es zwar grundsätzlich
in diesen Regionen, aber im Vergleich zu Ostafrika leider nur in sehr
begrenzter Anzahl und deshal b
nur schwer zu begutachten. Auch der eingentliche Urwald ist in Ghana
oder der Elfenbeinküste nur noch in geringem Umfang zu finden -
eine Folge der jahrzehntelangen Abholzung des Regenwaldes.
Insgesamt
war es eine interessante und abwechslungsreiche Abenteuerreise quer
durch die Sahara bis fast zum Äquator. Und
auch das ist Afrika: Nachdem wir von Accra aus, der Hauptstadt von Ghana,
Anfang Februar 2002 mit dem Flugzeug nach Deutschland zurückgekehrt
waren, warteten wir fast 3 Monate, bis wir die per Schiff verfrachteten
Motorräder inklusive des Gepäcks in unseren Händen hatten!
Vielen Dank noch mal für Deinen Telefon-Einsatz, Christine!
Ob es bald
wieder eine neue Abenteuerreise nach Afrika gibt? Schaun mer mal ...
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