Motorradreise "Westafrika 2001/2002"
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| Ab ins Grüne | |||||||||
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Einmal mit dem Motorrad komplett die Sahara durchqueren und im Grünen, am Äquator, ankommen - das war's, was uns noch irgendwie abging, und das wollten wir mit unserer Afrikareise in 2001/2002 umsetzen. Aufgrund der großen Entfernungen, der vielen Grenzübergänge und der uns nur begrenzt zur Verfügung stehenden Zeit konnten wir für diese Tour natürlich nicht den Rückweg per Motorrad antreten. Mittlerweile war auch Georg als Projektmanager bei der BayWa AG in München ins Arbeitsleben eingetreten, und mehr als 6 Wochen Urlaub waren nicht drin. Deshalb planten wir für die Rückkehr nach Deutschland einen Flug von Ghana aus ein. Was wir mit den Motorrädern machen würden, wenn wir hoffentlich in Westafrika angekommen sind, darüber waren wir uns noch nicht im Klaren - wer weiß, ob die Dinger dann überhaupt noch laufen! Der Aufwand für die Planung dieser Reise war trotz der Tatsache, dass wir mittlerweile doch eine gute Ausrüstung und umfangreiche Afrika-Erfahrung hatten, um ein Vielfaches höher als bei unseren ersten beiden Touren auf dem schwarzen Kontinent. Wir mussten uns um die Visas für die auf unserer geplanten Route liegenden Länder Algerien, Niger, Burkina Faso, Elfenbeinküste und Ghana kümmern. Für die Ein- und Ausreise in den westafrikanischen Ländern war außerdem ein Carnet de Passage, ein Zolldokument für das Fahrzeug, zu besorgen. Neben den üblichen Impfungen war auch eine Vorbeugung gegen Gelbfieber notwendig, und wir mussten uns über notwendige Maßnahmen gegen die extreme Malaria-Gefahr in Westafrika schlau machen. Trotz des hohen Auwands bereitete uns die Vorbereitung auf diese Abenteuerreise große Freude, vor allem das "Einlesen" in die Reiseführer mit den Informationen über die verschiedenartigen Natur- und Lebensbedingungen in den jeweiligen Ländern ließ die Lust auf das Abenteuer Schwarzafrika steigen. Natürlich war uns klar, dass es ab der Sahelzone mit der absoluten Stille der Sahara vorbei ist, und dass wir gerade im Niger viel Armut zu sehen bekommen - aber wir freuten uns auf die Menschen in Westafrika, den Tropenwald, und die Tiere, die wir hoffentlich sehen würden. Bei den Vorbereitungen für die Reise wurden wir immer wieder gefragt, ob ein Urlaub in solch polititsch instabilen Ländern, ein paar Monate nach dem Terroranschlag auf das World Trade Center in New York, nicht zu gefährlich sei. Ehrlich gesagt, für uns war es nicht abzusehen, was auf uns zukommen würde. Aber spätestens nach der Begnung mit einem algerischen Grenzbeamten, der eine Wollmütze mit den Initialien "N.Y." auf dem Kopf hatte, war uns klar, dass die Mehrzahl der afrikanischen Bevölkerung andere, in ihren Augen wichtigere Ziele verfolgt, nämlich das eigene Leben. |
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