Elfenbeinküste (Cote d´Ivoire)
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| Einleitung | |||||||||||
| Elfenbeinküste, auch Côte dIvoire, Republik in Westafrika, begrenzt im Norden durch Mali und Burkina Faso (Obervolta), im Osten durch Ghana, im Süden durch den Golf von Guinea und im Westen durch Liberia und Guinea (Republik Guinea). Die Gesamtfläche beträgt 322 462 Quadratkilometer. Hauptstadt des Landes ist Yamoussoukro, Regierungssitz ist Abidjan. | |||||||||||
| Die Bevölkerung der Elfenbeinküste setzt sich aus über 60 ethnischen Gruppen zusammen. Zu den wichtigsten Bevölkerungsgruppen gehören Akan, Agni-Baule, Kru, Malinke, Mande und Senufo. Die Einwohnerzahl der Elfenbeinküste beträgt etwa 16,8 Millionen (2002), von denen mindestens drei Millionen ausländische Arbeiter mit ihren Familien sind. Die Bevölkerungsdichte liegt bei 52 Einwohnern pro Quadratkilometer. | |||||||||||
| Physiche Geographie | |||||||||||
| Die Küste, deren Namen das Land trägt, ist von tiefen Lagunen gesäumt, die meist aufgrund von Untiefen nicht schiffbar sind. An die Küste grenzt dichter Tropenwald, der sich im Westen und Osten rund 265 Kilometer, im Zentrum circa 100 Kilometer ins Landesinnere erstreckt. Dahinter liegt im Norden und im Zentrum Savanne. Der westliche Teil wird von Hügeln geprägt, mit Bergketten in den Regionen Odienné und Man. Einige Berge sind über 1 500 Meter hoch. Die größten Flüsse sind Sassandra, Bandama und Comoé. Keiner von ihnen ist auf mehr als 65 Kilometer schiffbar. | |||||||||||
| Klima | |||||||||||
| In der Republik Elfenbeinküste herrscht tropisches Klima mit überreichlich Regenfällen. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 26,1 °C. Der mittlere Jahresniederschlag liegt an der Küste bei etwa 1 900 Millimetern, in den Savannengebieten bei rund 1 150 Millimetern. Im Süden gibt es zwei Regenzeiten, von März bis Juli und von September bis November. Im Norden dauert die Regenzeit von März bis Juli. | |||||||||||
| Flora und Fauna | |||||||||||
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Offiziell
sind 6,2 Prozent (1997) der gesamten Landesfläche als Nationalparks
und Naturschutzgebiete ausgewiesen. Die Regionen im Zentrum der Elfenbeinküste
sind von Wald bedeckt. Durch umfangreiche Rodungen ist die bewaldete
Fläche allerdings auf 22,4 Prozent (2000) des Landes zurückgegangen.
Mehr als 225 Baumarten, darunter Obeche, Mahagoni und Iroko, sind beheimatet.
Schakale, Hyänen, Leoparden, Elefanten, Schimpansen, Krokodile
sowie verschiedene Eidechsen und Giftschlangen haben hier ihren Lebensraum
gefunden.
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Die Elfenbeinküste ist in 49 Departements unterteilt, von denen
jedes durch einen zentral ernannten Präfekten und einen gewählten
Rat verwaltet wird. Die größten Städte sind Abidjan
mit 1,93 Millionen Einwohnern (1988), sowie Bouaké (329 850 Einwohner),
ein wichtiges Handels- und Verwaltungszentrum. Weitere städtische
Zentren sind Daloa (121 842 Einwohner), Gagnoa (59 000 Einwohner), eine
Marktstadt, sowie Man (50 000 Einwohner). Yamoussoukro (120 000 Einwohner),
zwischen Bouaflé und Dimbokro gelegen, wurde 1983 Verwaltungshauptstadt
des Landes.
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Etwa
20 Prozent sind Christen, meist römisch-katholisch, weitere 20
Prozent sind Muslime, knapp 60 Prozent sind Anhänger traditioneller
afrikanischer Religionen. Französisch ist sowohl Amtssprache als
auch Handels- und Verkehrssprache. Verbreitete afrikanische Sprachen
sind Agni, Baoulé, Diula und Senufo sowie verschiedene Mitglieder
der Gur- und Mandesprachen. Die Mehrheit der Ivorer spricht zumindest
zwei Sprachen, da keine davon von der Bevölkerungsmajorität
beherrscht wird.
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| Verwaltung und Politik | |||||||||||
| Im
Juli 2000 trat eine neue Verfassung in Kraft. Die Exekutivgewalt liegt
in den Händen eines gewählten Präsidenten, der durch ein
Kabinett unterstützt wird, das vom Präsidenten ernannt wird.
Der Präsident und die 177 Mitglieder der aus einer Kammer bestehenden
Nationalversammlung werden für eine Amtszeit von fünf Jahren
gewählt; es gilt allgemeines Wahlrecht für Erwachsene. Der Front
Populaire Ivoirien (Volksfront; FPI) ist die führende politische
Partei des Landes. Weitere bedeutende Parteien sind der Parti Démocratique
de Côte dIvoire (Demokratische Partei; PDCI) und der Rassemblement
des Républicains (Republikanische Versammlung; RDR). Der Oberste Gerichtshof besteht aus mehreren Kammern: der Verfassungskammer, der Justizkammer, der Verwaltungskammer sowie der Revisionskammer. Er ist in Zivil- und Strafsachen ermächtigt, auch Regierungsbeamte einschließlich des Präsidenten wegen schwerer Vergehen anzuklagen. Es gibt außerdem Berufungsgerichte, Staatssicherheitsgerichte und Gerichte der ersten Instanz. |
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| Wirtschaft | |||||||||||
| Die
Republik Elfenbeinküste ist ein Agrarland, etwa 60 Prozent der Arbeitskräfte
sind in der Landwirtschaft beschäftigt. Die nahezu 200 Gewerkschaften
sind in der General Workers Union of Côte dIvoire zusammengeschlossen. Für den Export werden Kaffee, Kakao, Zuckerrohr, Kochbananen, Baumwolle und Ananas angebaut. Die Elfenbeinküste ist einer der führenden Weltproduzenten sowohl für Kakao als auch für Kaffee. Weitere Agrarprodukte, hauptsächlich für den lokalen Bedarf, sind Maniok, Reis, Mais, Hirse, Erdnüsse und Yamswurzeln. Die Regierung fördert die Anlage von Palmöl- und Kautschukplantagen sowie den Anbau von Zuckerrohr, Baumwolle und Sojabohnen. Die Produktion von Nutzholz hat große Bedeutung für die Wirtschaft der Elfenbeinküste. Zu den wichtigsten Exporthölzern gehören Mahagoni, Iroko, Sipo, Obeche und Makore. Entlang der Küste wird Fischfang betrieben. Im Jahre 1977 wurde vor der Küste Erdöl gefunden. Die Förderung begann 1980. Zu den wichtigen Mineralstoffvorkommen zählen Eisenerz und Manganerz. In der Republik Elfenbeinküste werden rund 600 000 Karat Diamanten pro Jahr gewonnen. Nahrungsmittelverarbeitung, Holz- und Textilfabriken, Ölraffinerien, Montagefabriken für Automobile und Fahrräder sind wichtige Wirtschaftszweige. Des Weiteren werden Sperrholz, Möbel, Zement, Schuhe, Stahlbehälter und Aluminiumfolien hergestellt. Wasserkraftwerke sind an den Flüssen Bia und Bandama erbaut worden. Insgesamt werden 24,63 Prozent des verbrauchten elektrischen Stromes in Wasserkraftwerken erzeugt (1999). |
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| Währung und Bankwesen | |||||||||||
| Die
Elfenbeinküste ist Mitglied der Westafrikanischen Währungsunion,
der sechs Nationen angehören. Landeswährung ist der CFA-Franc,
der von der Zentralbank westafrikanischer Staaten ausgegeben wird. Die Handelsbilanz ist negativ. Bedeutendster Handelspartner ist Frankreich, gefolgt von den USA, Nigeria und Mitgliedern der Europäischen Union (außer Frankreich), mit der die Elfenbeinküste assoziiert ist. Kaffee und Kakao sind die Hauptexportgüter. |
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