Burkina Faso

Fläche: 274 200 qkm (etwas größer als die Bundesrepublik)
Der Nordosten liegt in der Sahelzone, das übrige Land in der Savannenzone
Einwohner: ca. 12,6 Millionen, etwa 60 verschiedene ethnische Gruppen
Die Alphabetisierungsrate beträgt nur ca. 19 %


(Karte und nachfolgende Informationen Auszüge aus: Microsoft® Encarta®©.Alle Rechte vorbehalten)
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Einleitung|Bevölkerung|Physische Geographie|Klima|Flora und Fauna|Wichtige Städte|Sprache und Religion|Soziales|Verwaltung und Politik|Wirtschaft|Währung und Bankwesen
 
Einleitung
Burkina Faso, ehemals Obervolta, Republik im Westen Afrikas, begrenzt im Norden und Westen durch Mali, im Osten durch Niger und im Süden durch Benin, Togo, Ghana und Elfenbeinküste. Burkina Faso hat eine Fläche von 274 200 Quadratkilometern.
Bevölkerung
Die Bevölkerung von Burkina Faso ist überwiegend ländlich. Die Mossi stellen die größte ethnische Gruppe dar. Weitere wichtige Gruppen sind Bobo, Senufo, Lobi, Gurnudsi, Mande und Fulbe. Burkina Faso hat etwa 12,6 Millionen Einwohner (2002). Die Bevölkerungsdichte liegt bei 46 Einwohnern pro Quadratkilometer.
Physiche Geographie
Burkina Faso liegt auf einer Hochebene, die nach Süden hin zumeist langsam ansteigt und Höhen zwischen 200 und 749 Metern erreicht. Die Ebene wird nach Süden entwässert durch die Flüsse Schwarzer Volta (Mouhoun), Roter Volta (Nazinon) und Weißer Volta (Nakanbe) sowie nach Osten durch kleine Flüsse, die mit dem Niger verbunden sind; keiner ist schiffbar.
Klima
Die Monate November bis März sind trocken und kalt, von März bis Mai ist es trocken und heiß, und von Mai bis November ist es heiß und feucht. Die durchschnittlichen Niederschläge reichen von über 1 000 Millimetern im Südwesten (dem produktivsten Teil des Landes) bis zu weniger als 250 Millimetern im Norden. Im Sommer fällt am meisten Regen. Die mittleren Temperaturen schwanken zwischen 21,1 °C und 26,7 °C.
Flora und Fauna
Der größte Teil des Gebiets besteht aus Dornsavanne mit lockerem Baumbestand und Halbwüste. Zur Fauna der großen Wirbeltiere gehören Elefanten, Flusspferde, Büffel, Antilopen und Krokodile.
Wichtige Städte
Ouagadougou ist Hauptstadt und zugleich größte Stadt des Landes mit 634 479 Einwohnern (1991). Weitere große Städte sind Bobo Dioulasso, ein wichtiges Wirtschaftszentrum (268 926 Einwohner) und Koudougou (51 000 Einwohner).
Sprache und Religion
Die Amtssprache ist Französisch. Verbreitete afrikanische Sprachen sind u. a. Fulbe, Manding, More und Soninke. Als Handelssprachen dienen Arabisch und Englisch. Etwa 50 Prozent der Bevölkerung sprechen Sudansprachen. Rund 40 Prozent der Einwohner Burkina Fasos sind Anhänger traditioneller Religionen, ungefähr 50 Prozent sind Muslime und etwa 10 Prozent römisch-katholisch.
Soziales
Die Regierung unterhält Krankenhäuser und ländliche medizinische Dienste sowie spezielle Gesundheitsdienste für Schulen. Im Jahr 1960 wurde ein Rentensystem für Alte und Veteranen eingeführt. Versicherungspläne für Arbeiter gibt es seit 1967. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei nur 46,8 Jahren für Frauen und 45,5 Jahren für Männer (2002).
Verwaltung und Politik
Die Verfassung von 1977 wurde aufgehoben, als das Militär im November 1980 die Macht übernahm. Im Juni 1991 wurde in einer Volksabstimmung eine neue Verfassung gebilligt. Eine Präsidentenwahl ohne Gegenkandidaten fand im Dezember statt, und im Mai folgte eine Mehrparteienwahl der Legislative.
Gemäß der Verfassung aus dem Jahr 1977 lag die Exekutivgewalt im Land in den Händen eines Präsidenten, der direkt für eine fünfjährige Amtszeit gewählt wurde. Das Militärkomitee für die nationale Erholung und den Fortschritt, das nach dem Militärputsch von 1980 gebildet wurde, wurde Ende 1982 nach einen weiteren Putsch abgelöst durch den People’s Salvation Council. Nach nochmaligem Putsch im August 1983 wurde der National Revolutionary Council zur wichtigsten Regierungsbehörde, und dessen Vorsitzender wurde Staatsoberhaupt. Dieser Revolutionsrat wurde nach einem Militärputsch im Oktober 1987 abgelöst. Nach einer Übergangsperiode fanden im Dezember 1991 Präsidentschaftswahlen statt, und ein aus 29 Mitgliedern bestehendes Kabinett wurde im Juni 1992 ernannt.
Wirtschaft
Grundlage der Wirtschaft von Burkina Faso ist die Landwirtschaft, die in erster Linie dem Eigenbedarf dient. Obwohl das Land seit seiner Unabhängigkeit Wirtschaftshilfen erhält, hauptsächlich von der Europäischen Union, zählt die Nation wegen der kargen Böden und des starken Bevölkerungswachstums zu den ärmsten der Welt. Das Bruttoinlandsprodukt beträgt 2 192 Millionen US-Dollar.
Insgesamt gibt es in Burkina Faso rund 5,56 Millionen Arbeitskräfte (2000), von denen 92 Prozent in der Landwirtschaft arbeiten. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind weit verbreitet, so dass viele Arbeiter auf Dauer oder saisonweise Beschäftigung in reicheren Ländern im Süden suchen, besonders in der Republik Elfenbeinküste.
Währung und Bankwesen
Die Währung von Burkina Faso ist der CFA-Franc (= 100 Centimes), der von der Zentralbank von Westafrika ausgegeben wird. Das Land hat einige Banken, welche die wirtschaftliche Entwicklung finanzieren.
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