Wieder zu Hause - Resümee unserer Reise "Libyen 1997 / 1998"

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Herrliche Sahara-Landschaft - Um el Mar als Bilderbuch-Oase - Freundliche Menschen - Sandfahrten pur

Auf unserem 4-wöchigem Trip nach Libyen hatten wir bekommen, was wir wollten: Endlose Motorradfahrten in den Sanddünen der Sahara und das Erleben einer wunderschöner Wüstenlandschaft. Obwohl allgemein Algerien als "das" Reiseland für Saharatouristen gilt/galt, sind in Libyen eigentlich die schöneren Sehenswürdigkeiten zu finden: Mit den Mandara-Seen und hier im speziellen dem Um el Mar ist in Libyen der "Prototyp" einer Oase zu bestaunen: Nach anstrengender Sanddünenfahrt inmitten einer einsamen Sandlandschaft taucht plötzlich ein malerischer, von Palmen umsäumter See auf. Allein dieser Anblick lohnt die schwierige Anreise in dieses häufig verkannte LandSanddünen-Landschaft - ZUR VERGRÖßERUNG BITTE ANKLICKEN!. Auch das Akakus-Gebirge mit seinen zahllosen Felsmalereien und der Vulkan "Waw an Namus" sind in der Sahara wohl einmalig.

In der westlichen Welt hat das Land Libyen leider nicht den besten Ruf, es wird häufig mit Terrorismus und polititschem Extremismus in Verbindung gebracht, was natürlich im Zusammenhang mit dem zweifellos totalitären Regime des libyischen Führers Muammar al-Gaddhafi steht. Ist man in diesem Land jedoch als "einfacher" Reisender unterwegs, erhält man im Gegensatz zu vielen Vorurteilen ein Bild von freundlichen, einfachen und hilfsbereiten Menschen. Überrascht waren wir vor allem von der Tatsache, dass die Bewohner Libyens die westliche Welt nicht ausschließlich ablehnen, so konnten wir uns mit etlichen Menschen Andreas steckt im Salzsee fest - ZUR VERGRÖßERUNG BITTE ANKLICKEN!sogar auf Englisch unterhalten. Leider herrscht in weiten Teilen des Landes Armut, was neben den schwierigen klimatischen Verhältnissen auch an den jahrelangen Sanktionen unter Druck der Amerikaner liegt.

Im Gegensatz zu unserer ersten Motorradreise nach Algerien konnten wir in den vier Wochen Libyen etliche Kontakte zu anderen deutschen Wüstenfahrern knüpfen, das brachte uns neben der Unterhaltung und dem Spaß natürlich jede Menge neue Erfahrung. Mit Andreas Fricke, einem Maschinenbauer aus Höxter, den wir bereits auf der Fähre nach Tunesien trafen, waren wir sogar die gesamte Reise zusammen - wir hatten zusammen eine super Zeit. Obwohl gerade im Winter, der Hauptreisezeit für Saharareisende, einige europäische Touristen in Libyen unterwegs waren, war die Anzahl doch überschaubar, und wir konnten die Einsamkeit und Stille der Wüste in vollen Zügen genießen.

Neben den herrlichen Sanddünenfahrten blieb uns vor allem das sehr spezielle Prozedere bei der Georg's Yamaha mit arabischem Nummernschild - ZUR VERGRÖßERUNG BITTE ANKLICKEN!Abwicklung der Einreiseformalitäten nach Libyen in Erinnerung: Erst wollen die Beamten mal ein paar Hundert US-Dollar sehen, und dann mussten wir uns auch noch arabische Kennzeichen, die wir an unseren Mopeds anbringen mussten, erkaufen - andere Länder, andere Sitten.

In Deutschland angekommen schwärmten wir noch längere Zeit über diesen herrlichen Abenteuerurlaub. Was wir aber auch bei dieser Tour nicht durchführen konnten, war der schon lange bei uns vorhandene Traum, die Sahara von Nord nach Süd komplett zu durchqueren und "im Grünen", am Äquator, anzukommen. Also hatten wir wieder ein Ziel für unsere nächste Reise...

Hier geht's zu den Infos über unsere Motorradreise "Westafrika 2000 / 2001"