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Herrliche
Sahara-Landschaft - Um el Mar als Bilderbuch-Oase - Freundliche Menschen
- Sandfahrten pur
Auf unserem
4-wöchigem Trip nach Libyen hatten wir bekommen, was wir wollten:
Endlose Motorradfahrten in den Sanddünen der Sahara und das Erleben
einer wunderschöner Wüstenlandschaft. Obwohl allgemein Algerien
als "das" Reiseland für Saharatouristen gilt/galt, sind
in Libyen eigentlich die schöneren Sehenswürdigkeiten zu finden:
Mit den Mandara-Seen und hier im speziellen dem Um el Mar ist in Libyen
der "Prototyp" einer Oase zu bestaunen: Nach anstrengender
Sanddünenfahrt inmitten einer einsamen Sandlandschaft taucht plötzlich
ein malerischer, von Palmen umsäumter See auf. Allein dieser Anblick
lohnt die schwierige Anreise in dieses häufig verkannte Land .
Auch das Akakus-Gebirge mit seinen zahllosen Felsmalereien und der Vulkan
"Waw an Namus" sind in der Sahara wohl einmalig.
In der
westlichen Welt hat das Land Libyen leider nicht den besten Ruf, es
wird häufig mit Terrorismus und polititschem Extremismus in Verbindung
gebracht, was natürlich im Zusammenhang mit dem zweifellos totalitären
Regime des libyischen Führers Muammar al-Gaddhafi steht. Ist man
in diesem Land jedoch als "einfacher" Reisender unterwegs,
erhält man im Gegensatz zu vielen Vorurteilen ein Bild von freundlichen,
einfachen und hilfsbereiten Menschen. Überrascht waren wir vor
allem von der Tatsache, dass die Bewohner Libyens die westliche Welt
nicht ausschließlich ablehnen, so konnten wir uns mit etlichen
Menschen sogar
auf Englisch unterhalten. Leider herrscht in weiten Teilen des Landes
Armut, was neben den schwierigen klimatischen Verhältnissen auch
an den jahrelangen Sanktionen unter Druck der Amerikaner liegt.
Im Gegensatz
zu unserer ersten Motorradreise nach Algerien konnten wir in den vier
Wochen Libyen etliche Kontakte zu anderen deutschen Wüstenfahrern
knüpfen, das brachte uns neben der Unterhaltung und dem Spaß
natürlich jede Menge neue Erfahrung. Mit Andreas Fricke, einem
Maschinenbauer aus Höxter, den wir bereits auf der Fähre nach
Tunesien trafen, waren wir sogar die gesamte Reise zusammen - wir hatten
zusammen eine super Zeit. Obwohl gerade im Winter, der Hauptreisezeit
für Saharareisende, einige europäische Touristen in Libyen
unterwegs waren, war die Anzahl doch überschaubar, und wir konnten
die Einsamkeit und Stille der Wüste in vollen Zügen genießen.
Neben den
herrlichen Sanddünenfahrten blieb uns vor allem das sehr spezielle
Prozedere bei der Abwicklung
der Einreiseformalitäten nach Libyen in Erinnerung: Erst wollen
die Beamten mal ein paar Hundert US-Dollar sehen, und dann mussten wir
uns auch noch arabische Kennzeichen, die wir an unseren Mopeds anbringen
mussten, erkaufen - andere Länder, andere Sitten.
In Deutschland
angekommen schwärmten wir noch längere Zeit über diesen
herrlichen Abenteuerurlaub. Was wir aber auch bei dieser Tour nicht
durchführen konnten, war der schon lange bei uns vorhandene Traum,
die Sahara von Nord nach Süd komplett zu durchqueren und "im
Grünen", am Äquator, anzukommen. Also hatten wir wieder
ein Ziel für unsere nächste Reise...
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